2013/02/09

When home is where the heart is, why do I feel so fucking heartless?

Nacht. Ich atme krampfhaft, kann erstickte Schmerzenslaute nicht zurückhalten. Versuche wenigstens mein Zittern zu kontrollieren, aber es entzieht sich meiner Gewalt. Wie diese verdammten Gefühle. Will so kalt sein, dass auch ich endlich an meinen inneren Norden erfriere, aber bis jetzt spüre ich wie so üblich nur meinen Körper nicht. Kralle meine Hände in das Bettlaken, damit meine Nägel nicht meine wertlose Haut aufschlitzen. Beiße in die Decke, damit mein Handgelenk nicht zwischen dem Kiefer landet. Unterdrücke den sich keimenden, windenden Willen, doch er kennt meine Kriegsstrategien. Ist zäh genug, um meine Entschlossenheit zu würgen.
Ich wünschte, du wärst nie geboren worden, flüstert die Erinnerung. Die Stimme meiner Mutter hallt im Kopf.
So eine wie dich brauchen wir nicht, spuckt das Bild mit meinem Vater verächtlich aus.
Ich reiße die Decke weg, ziehe zischend Luft durch die Zähne, Tränen brennen sich durch meine Lider. Verbissen kämpfe ich darum, gegen die erdrückende Last stehen zu bleiben.
Warum hast du dich geschnitten?, frage ich sie. Sage ich dir nicht, wiegelt sie mich ab und lässt mich mit meinen Sorgen zurück.
Meine Fingerspitzen wandern über meinen Brustkorb. Verletzungen auf dünner Haut schmerzen viel mehr...
Ich umarme ihn, doch er reagiert nicht. Will ihn küssen, doch er beugt sich nicht runter. Manchmal dreht er sich weg. Stelle mich auf die Zehenspitzen, doch er drückt mich mit sanfter Bestimmtheit auf den Boden zurück und wendet sich ab.
Es reicht.
Ich falle in mich zusammen.
Der Gedanke bricht über mich herein, und ich ergebe mich beinah dankbar. Es pulsiert durch meine Adern, leckt sich durch meine Venen, verlangt sofortige Wiedergutmachung für meinen Widerstand.





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