Mein Freund, mein bester Freund und A. laufen denselben Weg mit mir. Ersterer braucht noch Kippen vom Kiosk neben meinem Haus, weil sie an Minderjährige verkaufen. Und A. ist zufälligerweise der Bruder des Kioskbesitzers.
Die Gespräche lenken mich ab. Bis die Themen ausschweifen. Ich nicht mehr folgen kann. mein kopf dröhnt mit jedem Schritt. In meinem Bauch rollt sich der Magen zu einer Kugel zusammen.
Verdammt. Ich durchwühle meine vordere Tasche, bekomme die Schachtel zu greifen, ziehe eine Kippe heraus und zünde sie an. Anders kann ich es nicht mehr bewältigen.
"Muss das jetzt sein?", murrt mein bester Freund.
"Ja", antworte ich gelassen und füge ohne jede Spur des Bedauerns hinzu: "Sorry."
Meine Kehle trocknet aus, und mit dem Speichel verschwindet auch der Essensdrang.
"Was würdest du jetzt tun, wenn deine Eltern dir entgegenfahren würden?"
"Die Kippe fallen lassen?", erwidere ich leicht bissig, obwohl er für meine Stimmung nichts kann.
"Und was ist, wenn du sie nicht siehst, aber die dich?"
Ich nehme demonstrativ einen Zug und zucke mit den Schultern.
"Dann wärst du tot", schlussfolgert er und wirft mir einen Seitenblick zu. "Wäre das nicht bisschen viel Stress für eine Zigarette?"
Heroisch, wie er mich vom Rauchen abbringen will. Ihm zuliebe habe ich mir vorgenommen, nicht so viel zu rauchen, dass ich abhängig werde. Ich kämpfe gegen einen leichten Anflug von Reue, aber ein Knurren im Inneren macht alles zunichte.
A. huscht vor uns in den Kiosk, stellt sich hinter den Tresen und schaut uns auffordernd an.
Ich nicke meinem Freund zu. "Mach."
"Nee nee", wehrt er ab. "Mach du zuerst."
Verdrehe die Augen. Fixiere die Schachteln hinter A. Krame mein Kleingeld hervor. "Einmal Papers."
A. zeigt zögernd nach links auf die Long Papers. "Die etwa?", fragt er überrascht.
"Ja."
"Für wen? Für ihn?" Er deutet auf meinen Freund, tippt den Preis ein.
Seine Konfusion lässt mich lächeln. "Für mich."
Er hebt eine Augenbraue und kassiert. "Seit wann paffst du?"
Ich schiebe die Unterlippe vor und sage nichts.
"Das sag ich deiner Mutter", droht er grinsend und entringt mir ein Lachen damit. Ich gehe zur Seite und lasse meinen Freund dran.
A. scheint immer noch nicht ganz überzeugt zu sein. Während er die Sachen auf den Tresen legt, fragt er nochmal: "Für wen?"
"Für mich, wirklich!" Seine Hartnäckigkeit ist bewundernswert.
"Ich dachte du bist voll schlau und artig und so."
Meine Mundwinkel zucken nach oben.
Er scheint das Gespräch unbedingt weiterführen zu wollen. "Und woher bekommst du das?"
"Was?"
"Das Grüne."
"Hab so meine Quellen", antworte ich lakonisch.
Er hält uns die Tür auf. "Warum? Warum machst du sowas?"
Damit ich nicht alternativ scharfe Gegenstände in die Haut ramme und damit ich nicht esse.
Ich zucke mit den Schultern, setze ein dümmliches Lächeln auf und lasse ihn und meinen besten Freund im Glauben, ich tue das nur, um cool zu sein.


Oh pass auf mit den Zigaretten:D Ich wollte auch darauf achten, tja hat nicht geklappt:D
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