Meine Lehrerin schreibt eine Aufgabe an die Tafel und verlässt das Klassenzimmer. Allgemeines Stimmgewirr. Ich starre hinaus in den Wald, bis mich irgendjemand am Rande des Blickfelds ablenkt. Er setzt sich auf die Fensterbank und folgt meinem Blick - der einzige Mensch, der aufgestanden ist, und das vom anderen Ende des Raumes -, öffnet das Fenster. Gewöhnlich will er mich damit reizen, und auch diesmal beiße ich an. "Was willst du hier?", frage ich unfreundlich.
Er schaut herunter. "Denkst du hier ist hoch genug zum Springen?", fragt er völlig ernsthaft, ohne mich anzuschauen.
Ich stehe auf, blicke ebenfalls aus dem Fenster. Drei, maximal vier Meter geht es nach unten. "Nein."
"Vom zweiten Stock vielleicht", witzelt jemand.
Ich schüttele den Kopf, die zusätzlichen zwei Meter nützen nichts. Bevor ich zu was ansetzen kann, kommt er mir zuvor: "Nein. Das ganze Schulgebäude ist nicht hoch genug, selbst auf dem Dach nicht."
Er weiß es. Und er hat recht. Wieso fragt er mich dann?
Ich reiche nach der Fensterklinke, um das Fenster zu schließen, als er mich mit eisernem Griff am Handgelenk packt. Mein Was...? bleibt mir in der Kehle stecken, und er umklammert mit seiner freien Hand mein anderes Handgelenk. Mit einem Ruck zieht er mich zu sich heran und flüstert mir ein einziges Wort ins Ohr: "Spring."
Danach lässt er mich ohne Aufforderung los, geht auf seinen Platz zurück und arbeitet wortlos an der Aufgabe.
Wenn wir in der Schule nicht immer unsere Masken aufhätten, die uns unantastbar und unnahbar machen. Vielleicht gibt es mehr Menschen, die verloren sind. Vielleicht ist er so jemand. Ungünstig, dass er jegliche Fragen sofort abblockt.
Blogaward steht noch aus, vielleicht eine gute Gelegenheit für ein bisschen Licht in die Verwirrung zu bringen.
2013/04/25
2013/04/15
Nothing burns like the cold.
Das rohe Monster in mir, dass nach Blut giert und nach Schmerzen lechzt. Sich an Hass labt. Gegen die brüllende Stille anschweigt und zu mir siecht und in Schwärze mitschleift.
Mitten in der Nacht
scheint es
die Kontrolle
über mich
zu reißen
Bilderbruchteile. Klinge in der Hand. Blutgetränkte Taschentücher, Pflaster. Schneide in der Haut. Kurzes Aufblitzen von Schmerz. Am nächsten Morgen ein paar dutzend Schnitte, an die man sich nicht erinnert.
Bei Abwesenheit des Lichts sehe ich Dinge, die mich paranoid machen. Kann nicht schlafen, weil ich nicht die Augen schließen will. Angst vor der Dunkelheit. Vor der Schwärze. Vor dem Nichts.
So viele liebe Kommentare offen, ein weiterer Blogaward, wenigstens hierfür werde ich mich aufraffen die nächsten Tage, vielleicht schaffe ich es ja...
Mitten in der Nacht
scheint es
die Kontrolle
über mich
zu reißen
Bilderbruchteile. Klinge in der Hand. Blutgetränkte Taschentücher, Pflaster. Schneide in der Haut. Kurzes Aufblitzen von Schmerz. Am nächsten Morgen ein paar dutzend Schnitte, an die man sich nicht erinnert.
Bei Abwesenheit des Lichts sehe ich Dinge, die mich paranoid machen. Kann nicht schlafen, weil ich nicht die Augen schließen will. Angst vor der Dunkelheit. Vor der Schwärze. Vor dem Nichts.
2013/04/14
Herz zerrissen wie Mund
Mir ist wieder so danach, Säure in der Kehle zu haben. Einen Fremdkörper in der Haut. Die Lunge mit Giftstoffen zu zersetzen. Irgendwie alles, und alles auf einmal.
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