Flacher, apathischer Atem. Es ist warm unter der Bettdecke, zu warm, die stickige Luft schnürt meine Brust zu, aber ich will nicht raus. Schweißgebadet werfe ich mich hin und her, versuche meine Gedanken zur Ruhe zu bringen, vergeblich. Nehme alles wie in einem altem Stummfilm wahr. Schwarz grau, an den Rändern meines Blickwinkels flimmert es, höre nichts außer das Ticken der Uhr, so laut, als würde sie mir ins Ohr brüllen. Stehe auf, taste nach meinem Feuerzeug. Drücke herunter. Die Flamme schießt hervor, beleuchtet den Raum, mein Finger rutscht kraftlos herunter, alles versinkt wieder in Schwärze. Schließe die Augen, die Dunkelheit flackert. Meine Lider schmerzen. Will schlafen, doch kann nicht. Will gleichzeitig das Fenster aufreißen, raussteigen, in die finstere, kalte Nacht laufen, barfuß in leichter Kleidung über nassen Stein, irgendwo hinirren, bloß weit weg von hier, von mir selbst.
Insomnia.
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