2012/08/24

#2 Gedanken eines Solipsisten

Momente von brüllender Stille und das Hereinbrechen des Bewusstseins.

Und dann, in solchen Situationen, will ich wieder der Mensch sein, den wir wir alle vermeiden wollen zu sein: Der Mensch, der zerstört, anstatt zu erschaffen. Der Mensch, der die wissenschaftlichen Fortschritte zu Massenvernichtungswaffen missbraucht. Feuer legt und alles verbrennt. Vernichtet.

Genauso einer will ich sein. Freundschaften oder Verbindungen zu jedem einzelnen Menschen zerhacken.
Nicht mehr tragbar. Die Freundschaft soll uns dienen - doch wir laufen der Freundschaft doch mehr als nur einmal hinterher.

Vielleicht habe ich das Prinzip der Freundschaft immer noch nicht verstanden.

Ein Netz von Verbindungen. Ein Netz von Verpflichtungen jedem einzelnen gegenüber.
Und wenn ich mich mal meinen Pflichten hingebe und anderen Geheimnisse vermache, weil man sonst kein richtiger Freund ist, folgt direkt der Vertrauensbruch in Form von neuen Gerüchten über die Geheimnisse.

Undankbarkeit ist der Welten Lohn.

Und wenn ich mal so weit bin, nur das Beste für meine Freunde zu wollen, und die Interessen meiner Freunde unvereinbar sind und miteinander kollidieren und das System zusammenbricht, und weil ich niedergemacht werde, weil ich angeblich alles mithilfe eines Eingriffs meinerseits hätten verhindern können... Zusehe, wie die Freundschaften sich gegen mich wenden...

Und dann nur noch die Gewissheit bleibt, dass dieses beidseitige Vertrauen einseitige Ausnutzen einen selbst zerfleischt.

Wer kann mir dann schon übel nehmen, wenn ich den Glauben an das Gute im Menschen verliere.


Für Funda.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Auch Nichtangemeldete können kommentieren.)