"Bestimmt." Ich halte ihm meine offene Packung hin, er zieht schwerfällig eine Zigarette heraus. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr als ein lebendiger Zigarettenautomat mit einem Defekt - spucke Kippen an all diejenigen heraus, die mich danach fragen. Aber er kennt meine dunkle Seite des Mondes, ich seine, auch wenn wir kaum reden.
"Ich dachte du rauchst nicht mehr", nuschelt er, während er versucht, seinem Feuerzeug eine Flamme abzuverlangen. Ich lächle unbestimmt und zucke mit den Schultern. Dann blickt er mich prüfend an, sein Gesichtsausdruck verändert. "Ist alles in Ordnung bei dir?"
Selbst meine ekelhaft gute Laune heute kann ihn nicht täuschen.
"Klar." Zuhause wertlos, überall ersetzt, in mir wütender Krieg.
"Wirklich?", fragt er nachdrücklich, nicht im Geringsten überzeugt.
Rechts von uns kommt der Rest der Raucher aus dem Unterricht, unterhalten sich lautstark über Lachgas und Ether, winken uns zu. "Ja", bestätige ich mit fester Stimme, aber mein Blick hält seinem nicht stand. Die Suche nach meinen Zigaretten in meiner Tasche dauert beabsichtigt länger, ich klemme mir eine zwischen die Lippen und zünde sie an, um ihn nicht anschauen zu müssen, bis er erst eine ganze Weile später von mir ablässt und mit jemanden anders redet.
Mein Nikotindampf kräuselt sich im fahlen Sonnenlicht und verliert sich im tristen Blau, weit weg von mir.

ich hoffe du kannst mir verzeihen
AntwortenLöschendas ich dir erst jetzt
antworte.
und wenn du das nicht tust
könnte ich es gut nachvollziehen,
mir brauch man nichts zu verzeihen,
rein gar nichts.
meine worte sind nichts was man brauchen sollte,
sie sind wie der nebel
sie kann man nicht greifen
da sie viel zu schnell
in die finsternis wehen.
wenn ich könnte
würde ich dich mit worten überschütten
und deine wände
mit deinen lieblingszitaten
besprayen.
ich würde dir liebend gern zeigen
das du für mich ein unendlichen wert besitzt,
weil es die wahrheit ist.
ich würde gern mit dir diese nacht
nicht daran denken
was wir morgen für verpflichtungen haben,
das wir einfach
und einfach anfangen loszulaufen
und nach das zu suchen
was wir grad am meisten brauchen.
was brauchst du im moment am meisten,
dein komisches
nachtaktives wesen.